Leseprobe Heft Nr. 26

Zusammen was bewegen

„Wenn ich könnte, würde ich ja…“ Ein Satz, den wohl jeder von uns schon einmal gedacht hat, wenn es darum ging, sich zu engagieren. Dabei hat Engagement viel weniger damit zu tun, jeden Sonntag eine Großdemo zu organisieren oder täglich eine Mahnwache abzuhalten. Viele Veränderungen lassen sich dagegen tatsächlich im Kleinen und mit wenig Zeitaufwand anstoßen. Hier kommen ein paar Ideen.

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Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte: Die meisten von uns hatten wohl nach diesem Sommer und seinen Nachrichten – Hochwasser, Brände und Hitzewellen – vor allem zwei Gefühle. Erstens: „Oh Gott, was passiert hier eigentlich gerade?“ – und an zweiter Stelle: „Was können wir tun? Können wir überhaupt etwas tun?“ 

Um die Antwort vorwegzunehmen: Ja, wir können! Denn bei all diesen Ereignissen gab es auch ein bewundernswertes Phänomen zu beobachten: Hunderte von Menschen sind, ohne lang zu über-legen, aufgesprungen und haben geholfen. Einfach so. Sammelten Spenden, boten Zimmer an, verliehen Bautrockner und Werkzeug oder packten beim Aufräumen oder Feuerlöschen mit an. Beim Anblick dieser Freiwilligen wurde mir jedenfalls klar: Auch wenn zukünftig Mammutaufgaben vor uns liegen, wir können sie schaffen, wenn wir uns gegenseitig stützen – und uns nicht lähmen lassen von den Katastrophenmeldungen. Oder wie der Soziologe Harald Welzer gerade in einem Interview zum Thema Utopien sagte: „Wenn die Leute immer gesagt hätten, es sei zu spät, wäre nie etwas zum Positiven verändert worden.“  

Das Gute ist ja auch: Wir können uns eigentlich sofort und überall engagieren. Sei es beim Sportverein um die Ecke, der Ehrenamtliche sucht, die mit den Kindern turnen und toben. Oder bei dem Wildblumenwiesen-Projekt in der Nähe, das Insekten eine neue Heimat bieten will. Oder bei einer Clean-up-Aktion im Urlaub. Einfach zum Strand oder See eine Tüte mitnehmen und Müll wegsammeln. Auf diese Weise merkt man ziemlich schnell: Engagement steckt oft im Kleinen und in so vielen Bereichen des Lebens – wenn wir nur genauer hinsehen. 

Weiterlesen könnt ihr in der aktuellen Ausgabe der Hygge.

Hier geht’s zum Heft: 

Das erwartet dich außerdem im neuen Heft:

//Zusammen stark  
Nie war Engagement wichtiger als jetzt. Warum es uns manchmal so schwerfällt und wie wir ins Handeln kommen 

//Wohnen im Tiny House 
Skandi-Stil auf kleinstem Raum: Kreativdirektor Andreas Lichtenstein hat das Hygge-Haus eingerichtet 

//Zimtschnecken & Co. 
My Feldt gilt als glücklichste Bäckerin Schwedens. Ihre Süßspeisen wecken die pure Lebensfreude in uns 

//Hyggelige Fluchten 
In unserem Extraheft zeigen wir hübsche Unterkünfte zwischen Nordsee und Allgäu, die Entspannung versprechen 

//Fairer Kleiderschrank 
So wird unsere Garderobe grüner 

//Oh, du schöne Laube 
Im Schrebergarten von Redakteurin Vivian Alterauge steht eine große, alte Laube. Zeit, sie zu renovieren 

//Herzhafte Herbstküche 
Nimm das, Schmuddelwetter! Wir kochen von Schottland inspirierte Gerichte. So lecker! 

//Haustierliebe 
Schöner zusammenleben mit Hund, Katze, Hamster und Co.